Spötter behaupten, dass Damen immer genau gern die Haare hätten, die sie nicht haben. Wer schönes glattes Haar hat, möchte vielleicht eher Locken tragen. Und wessen Haar sich von Natur aus kräuselt und lockt, wäre froh über glattes Haar. Die gewünschte Veränderung der Frisur nennt man allgemein Hairstyling. Dafür werden verschiedene, elektrisch betriebene Hilfsmittel angeboten. Die Palette reicht vom klassischen Föhn über den Lockenstab und die Brennschere bis zu elektrisch beheizten Lockenwicklern.


Der gute, alte Föhn


Viele Damen werden protestieren, wenn man ihren geliebten Föhn (auch: Fön) ganz prosaisch Haartrockner nennt, denn dass man mit dem Heißluftgebläse die Haare trocknen kann, ist ja eigentlich nur ein Nebeneffekt. Zumal ja auch das Haarewaschen nicht zwingend dazu dient, den Kopf sauber zu bekommen, sondern die Vorstufe zum Styling ist. Weil das so ist, sind die meisten Haartrockner mit verschiedenen Düsen und Aufsätzen ausgestattet, die dazu dienen, die Frisur zu formen.

Die entscheidenden Qualitätsmerkmale beim Föhn sind die Stärke des Gebläses, die erreichbare Temperatur und vor allem die möglichst exakte Steuerung der Wärme, die aus der Düse kommt. Ordentliche Haartrockner arbeiten mit einer Aufnahme von rund 2.000 bis an die 3.000 Watt, die in Hitze umgesetzt werden. Und zwar bringt der Strom Heizdrähte zum Glühen. Ein mehr oder weniger starkes Gebläse saugt Luft an und schickt sie durch den Bereich mit den Heizdrähten. Vorn kommt dann Warmluft aus dem Föhn. Bei allen Geräten ab einer gewissen Preisstufe sind die Umdrehungszahl des Gebläses und die Temperatur der Heizdrähte einstellbar – im Idealfall sogar stufenlos. Standard sind allerdings nur zwei Gebläsestufen sowie eine Kaltstufe neben der eigentlichen Föhntemperatur.


Pro und contra Ionentechnologie


Einige moderne Haartrockner arbeiten mit der Ionentechnologie. Die soll für schnelleres Trocknen, weniger statisch aufgeladene Haare und mehr Volumen, Glanz und Weichheit sorgen. Während diese Methode bei langem, kräftigen Haar nach Aussagen von Anwenderinnen hält, was sie verspricht, berichten Frauen mit eher feinem Haar, dass der Effekt bisweilen sogar negativ ausfällt. Viel wichtiger sind ganz offensichtlich die Formen der Düsen und Aufsätze, die teilweise auch als Zubehör nachgerüstet werden können.


So kommen Locken ins Haar


Der Klassiker unter den Styling-Geräten ist sicher der Lockenstab, dessen Vorfahren man schon im alten Rom ausgegraben hat. Das Prinzip besteht darin, dass die Strähnen um einen Stab gewickelt werden, der sich aufheizt und so dem Haar die gewünschte Form gibt. Die Technik ist soweit perfektioniert, dass sich die Käuferin ganz danach entscheiden kann, welches Gerät ihr am besten in der Hand liegt.

Schonender, aber nicht ganz so kräftig arbeiten Lockenbürsten mit Warmluftfunktion. Im Grunde handelt es sich bei einer solchen Lockenbürste um einen Haartrockner, bei dem mehrere Düsen außen an einem Stab angebracht sind. Dieser Stab ist zudem mit Borsten ausgerüstet, sodass er wie eine Haarbürste durch die Frisur gezogen werden kann. Ganz bewährt ist der Lockenwickler, der heutzutage aus einer Station kommt, wo er elektrisch erwärmt und dann ins Haar gedreht wird.


So wird das Haar schön glatt


Grundsätzlich kann erwärmtes Haar geformt werden. Ist es im Normalzustand lockig, sorgt der Haarglätter mit seiner Wärme für glatte Strähnen. Ein Haarglätter ähnelt einer Schere (das Pendant aus vorelektrischer Zeit hieß deshalb auch Brennschere), besteht aus zwei über ein Scharnier verbundene Teile, die elektrisch erwärmt werden. Die zu glättende Strähne wird in die Öffnung gebracht, die Schere geschlossen und entlang der Haare bewegt. Nach ein paar Durchgängen sind dann Locken und Krause eliminiert.

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