Als das USB-Prinzip um 2000 herum angekündigt wurde, waren sich die Experten einig: Jetzt ist Schluss mit dem Kabel-Buchsen-und-Stecker-Wirrwarr bei der Verbindung elektronischer Geräte. Tatsächlich hat sich der „Universal Serial Bus“ auf breiter Front durchgesetzt und erlebt gerade seine dritte Generation. Und trotzdem ist doch nicht die ganz große Vereinheitlichung eingetreten, die man sich erhofft hat. Auf der Seite Computer, also der Desktop-PCs, der Notebooks und Laptops, ist alles ganz einfach: Hier finden sich USB-A-Buchsen. Das sind die flachen, rechteckigen Buchsen, in die das dickere Ende von USB-Kabeln gesteckt werden.

So lassen sich mittlerweile alle Peripheriegeräte mit Ausnahme von Bildschirmen mit dem Computer verbinden: Festplatten, Drucker, Mäuse, Tastaturen usw. Aber auch die Verbindung zwischen dem Rechner und einer Digitalkamera oder einem Smartphone geht per USB und USB-A-Buchse. Seltener finden sich an Druckern und Festplatten USB-B-Buchsen; meist gehört aber ein passendes Kabel zum Lieferumfang.


Mini oder Micro? Das ist hier die Frage

Am anderen Ende des Kabels wird es etwas komplizierter, weil sich neben den beiden Standards allerlei spezielle Stecker tummeln, die von einem oder einigen Herstellern für die eigenen Geräte entwickelt wurden. Normal sind für USB 2.0 Mini-B- und Micro-B-Stecker. Beide zeichnen sich dadurch aus, dass sie trapezförmig gestaltet sind; weil auch die passenden Buchsen in der Regel mit ungleich langen Seiten vorliegen, kann man die Stecker nicht falschherum einstecken.

Das ist natürlich besonders wichtig bei stromführenden USB-Kabeln. Während diese Eigenschaft zu Zeiten von USB 1.0 noch eher die Ausnahme war, sind praktisch alle Kabel für USB 2.0 dazu geeignet, Strom vom Computer auf das externe Gerät zu übertragen, um dessen Akku zu laden.

Die blaue 3 und das hohe C

Zu den Empfehlungen rund um den USB-3.0-Standard gehörte die Farbe Blau. So sollten Buchsen, Stecker und Kabel gefärbt sein. Inzwischen hält sich kaum ein Anbieter daran. Deshalb heißt es: Aufpassen! Bei den Micro-Steckern für das externe Gerät ist die Verwechselungsgefahr zu den alten Steckern der USB-2.0-Zeit gering, weil sie eine Einkerbung aufweisen. Bei den Steckern für den Computer kann man Stecker und Buchse beschädigen, wenn man versucht, einen 3.0.-Stecker in eine 2.0-Buchse zu stecken.

Mit dem vor Kurzem (Stand: Juni 2015) verabschiedeten Standard 3.1 kam gleichzeitig der Typ C, der vor allem dadurch Berühmtheit erlangte, dass eine Buchse dieser Art am neuen Macbook die einzige Verbindung zur Außenwelt darstellt. Weil ein C-Stecker nur in eine C-Buchse passt, kann beim Stecken nichts schiefgehen. Erstmals sind die Stecker nicht mehr trapezförmig, sondern können in beliebiger Richtung eingesetzt werden. Das gab es schon bei manchen Typ-B-Buchsen und -Steckern, war aber nie Standard. Der Vorteil der C-Generation ist nicht nur diese Symmetrie, sondern die geringen Maße, die sogar die von Micro-B-Steckern unterschreitet.

Welche Kabel braucht man wirklich?

Wer über einen Desktop-PC und/oder einen Laptop verfügt sowie diverse externe Geräte, Smartphone, Digicam, Drucker und Festplatte per USB miteinander zu verbinden hat, steht oft vor einem Bündel Kabel, weil fast jeder Hersteller seinem Produkt ein USB-Kabel beilegt. Natürlich braucht man nicht für jedes Gerät ein eigenes Kabel.

Solange man sich in der Welt von USB 2.0 bewegt, reichen zum Anschluss von Geräten (vor allem von Smartphone, Tablet und Digicam beim Datenaustausch) je ein Kabel mit USB-A-Stecker am einen und Mini-B- und Micro-B-Stecker am anderen Ende. Empfehlenswert ist eine Kabellänge von einem Meter: bei kürzeren Strippen kann es unkomfortabel, bei längeren kann die Stromversorgung schwierig werden. Wer sein Phone oder ein anderes Gerät im Auto aufladen will, besorgt sich am besten einen entsprechenden Adapter für den Zigarettenanzünder und ein kurzes USB-Kabel mit passendem Stecker.

Sind jede Menge Geräte dauerhaft oder temporär am Computer anzuschließen, empfiehlt sich ein Hub. So nennt man die mehr oder weniger großen Kästchen, die mit dem Rechner verbunden werden und zwei, drei, vier oder mehr Typ-A-Buchsen aufweisen. Viele davon haben eine eigene Stromversorgung, sodass man mit ihnen sehr gut die Akkus externer Geräte aufladen kann. Um für die meisten Eventualitäten gerüstet zu sein, schließt man am Hub vorsorglich je ein Kabel mit Micro- und Mini-USB-2.0-Stecker an.

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