Ganz ähnlich wie das Fondue ist auch das Raclette eine echte Attraktion beim gemeinsamen Mahl. Da lädt man die Freunde nicht einfach zum Essen ein, sondern veranstaltet einen Raclette-Abend. Beim klassischen Raclette gibt jeder Gast ein Stück vom Raclette-Käse in ein Pfännchen und schiebt dieses an seinen Platz im Raclette-Gerät. Die Hitze bringt den Käse zum Schmelzen, und er kann mit Brot, Pickels, Obst oder Schinken verzehrt werden. Genauso nett ist es, etwas ins Pfännchen zu legen und dann den Käse darüber gratinieren zu lassen. Und trotzdem kommt bei den meisten Besitzern das Raclette selten mehr als einmal im Jahr zum Einsatz.

Moderne Geräte bieten mehr als nur Raclette

Technisch betrachtet sind die meisten Raclettes Mischungen aus Warmhalteplatte und Grill. Während die Hitze im Gerät nach unten auf die Pfannen abstrahlt, gibt es oben eine weitere heiße Platte, die zum Warmmachen oder Erhitzen genutzt werden kann. Moderne Geräte sind oft so ausgeführt, dass die Deckplatte tatsächlich heiß genug zum Grillen wird. Auch das Aufheizen eines sogenannten „heißen Steins“ für sekundenschnelles Garen von dünngeschnittenem Fleisch ist möglich.

Bei Grill und „heißem Stein“ liegt der Schlüssel zur regelmäßigen Nutzung des Raclettes im ganz normalen Kochalltag. Denn im Prinzip kann alles, was in der Pfanne kurz gebraten wird, auch vom jeweiligen Esser auf der Deckplatte des Raclettes – ob mit oder ohne „heißem Stein“ - gegart werden. Hier eine Auswahl an passenden Gerichten:

  • Teppanyaki-Style: aus einem einfachen Mehl-Wasser-Teig werden kleine Pfannkuchen gebacken, die mit klein geschnittenem Fleisch und/oder Gemüse gefüllt werden.
  • Yakisoba-Style: vorgekochte Ramen-Nudeln werden zusammen mit Fleisch, Fisch und/oder Gemüse gebraten.
  • Mongolisch: sehr dünn aufgeschnittenes Rind- oder Geflügelfleisch wird gebraten und dann in einen passenden Dip getunkt und gegessen.
  • Omelette: aus einer Eier-Milch-Mischung werden kleine Pfannkuchen gebacken und mit Gemüse, Schinken und/oder Käse gefüllt.


Mini-Pizzen aus Pfännchen

Geradezu süchtig werden manche Esser nach kleinen Pizzen, die sich jeder selbst in seinen Raclette-Pfännchen backt. Dazu wird ein üblicher Pizzateig (gern auch aus einer Backmischung gefertigt) entsprechend portioniert und verteilt. Vorbereitet werden dann der Tomaten-Sugo zum Verstreichen und der Käse zum Belegen. Es empfiehlt sich, die Mini-Pizzen zunächst vorzubacken; ist der Teige dünn genug geknetet, brauchen die Fladen unterm Raclette etwa 12 bis 15 Minuten. Erst dann kommen die Belege nach Wunsch drauf – das Pfännchen wird dann noch einmal ins Raclette geschoben. Jeder Gast entscheidet dann selbst, wann seine private Pizza fertig ist.

Süßes von der Grillplatte

Zur Dessert-Maschine wird das Raclette mit Crepes-Teig und Fruchtsoßen zum Erwärmen. Es empfiehlt sich, den Teig für die dünnen Pfannkuchen nicht ganz so flüssig anzubieten wie sonst, damit eine Portion nicht versehentlich über die ganze Grillplatte fließt. Während die Esser ihre Crepes backen, wartet in den Pfännchen Warmes aus Früchten – entweder als Soße oder als Kompott – ja, selbst Nutella kann so in eine warme Schokonuss-Soße verwandelt werden.

Die Erfahrung zeigt, dass die genannten Methoden und Rezepte dazu führen, dass das Raclette viel häufiger aus dem Schrank geholt wird. Der Fantasie sind aber noch lange keine Grenzen gesetzt, wenn man sich die hinter den Vorschlägen steckenden Prinzipien zu eigen macht.

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