
Der Albtraum jeden Autofahrers ist es, dass das Benzin alle und keine Tankstelle in der Nähe ist. Was dem Auto das Benzin, ist dem Smartphone die Akkuladung. Ist der leer, läuft nichts mehr. Schlimm wenn dann keine Steckdose in der Nähe ist. Inzwischen ist der leere Akku nicht mehr bloß Albtraum von Smartphone-Usern, sondern auch von Leuten, die unterwegs ein Tablet, ein Notebook, eine Digicam oder eine drahtlose Lautsprecherbox benutzen. Seit einiger Zeit kann jeder dem Albtraum vorbeugen und sich eine (oder gleich mehrere) Powerbanks anschaffen.
Das Prinzip der Powerbank
Bei einer Powerbank – diese Bezeichnung hat sich inzwischen durchgesetzt - handelt es sich um einen meist formschön verpackten, transportablen Akku, der ein Mehrfaches an Kapazität im Vergleich zu den Akkus in den Geräten besitzt. Die ersten Vertreter dieser Spezies wiesen Werte von um die 5.000 mAh auf, was maximal reicht, um ein Smartphone ein bis anderthalb Mal aufzuladen. Inzwischen gehen die Werte hoch bis auf über 20.000 mAh. Da ist dann schon mehrmals Volltanken für Smartphone UND Tablet drin.
Konkret: Aus einer Powerbank mit 16.000 mAh lässt sich ein iPad Air mehr als einmal, ein Galaxy S6 viermal und ein iPhone 6 gar sechsmal komplett aufladen. Erst dann ist auch die Powerbank leer und muss über eine Steckdose aufgeladen werden. Und das kann dauern. Eine 10.000-mAh-Powerbank braucht zwischen drei und zwölf Stunden um wieder komplett aufgeladen zu sein. Die aktuellen Preise liegen zwischen rund 13 Euro für 3.200 mAh und um die 80 Euro für Geräte mit einer Kapazität jenseits der 20.000-mAh-Marke.
Zu groß für die Hosentasche
Powerbanks gibt es in verschiedenen Formen und Größen; klein genug für die Hemd- oder Hosentasche sind sie alle nicht. Die meisten Vertreter der Geräte mit hoher Kapazität haben etwa die Ausmaße wie zwei Zigarettenschachtel und auch ein spürbares Gewicht. Am besten lassen sie sich also in der Tasche der Wetterjacke, in einer der großen Taschen einer Cargohose, im Rucksack oder der Handtasche transportieren.
In der Regel hat eine solche Powerbank eine USB-Buchse für den Anschluss an das Ladegerät und zwei USB-Anschlüsse, über die transportable Geräte gleichzeitig aufgeladen werden können. Handelt es sich um ein USB-Ladegerät, also ein Steckernetzteil, das per USB-Kabel mit der Powerbank verbunden wird, kann man den Stromspeicher im Prinzip auch direkt per USB, zum Beispiel am Desktop-PC, aufladen. Das dauert dann aber oft fünf- bis sechsmal so lang wie das Betanken an der Steckdose.
Praktischer Nutzen
Wer ein bisschen kreativ mit der Nutzung elektronischer Geräte umgeht, findet neben dem einfachen Aufladen von Smartphone oder Tablet rasch weitere Möglichkeiten. So wird das Tablet als Second Screen beim Fernsehgucken einfach nebenbei und während der Nutzung aus dem Kasten aufgeladen. Denn natürlich kann jedes Gerät weiterlaufen, während es seinen Strom aus der Powerbank bezieht. Soll die Gartenparty über drahtlose Boxen mit Musik vom Smartphone versorgt werden, kann an jedem dieser Geräte gleich von Anfang an eine Powerbank – quasi als Stromgenerator – hängen. Und natürlich kann ein solcher Stromspeicher auch im Auto während der Fahrt über den Zigarettenzünder aufgeladen werden.
Alles in allem ist der Kauf einer Powerbank eine gute Investition. Die beste Wahl sind zurzeit Geräte mit 10.000 mAh, die beim EP-Händler für etwa 25 Euro (Stand: Februar 2016) zu haben sind. Sollen mehrere Powerbanks als mobile Stromversorgung zum Einsatz kommen, reichen auch Geräte mit rund 5.000 mAh aus, die aktuell rund 18 Euro kosten.